Samstag, 18. April 2026
Rigythm – Neue Klanghorizonte
Eine Klang-Forschungsreise zu verborgenen Orten in Vitznau
19:00 Uhr – Restaurant Sens, Vitznauerhof
Wir heissen Sie herzlich willkommen zur ersten Rigythm Klang-Forschungsreise in Vitznau – ein einmaliges, neugieriges und experimentelles Erlebnis. Begeben Sie sich mit uns auf eine Entdeckungsreise zu neuen Tönen und überraschenden Orten.
Für Sie haben wir ein vielseitiges Programm mit herausragenden Musiker:innen zusammengestellt, das Ihre Ohren mit frischen Klängen und unerwarteten Ideen bereichern wird.
Bitte beachten Sie: Wir bewegen uns gemeinsam von Ort zu Ort. Die Wege sind kurz, und falls das Gehen schwierig sein sollte, unterstützen wir Sie gerne. Wir empfehlen wettergerechte Kleidung. Der Anlass ist für alle Altersgruppen geeignet.
Das Abenteuer beginnt pünktlich um 19.15 Uhr mit einer kurzen Begrüssung im Restaurant Sens sowie den klanglichen Ergebnissen des Workshops mit Julian Sartorius. Ein späteres Dazustossen an einem der Orte ist selbstverständlich möglich.
Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch.
Chuchchepati Orchestra – Der Makrograph
19:45 Uhr – Rigi Depot
Das Chuchchepati (ausgesprochen: Tschutschepati) ist ein Soundsystem aus Kathmandu. Der Name stammt aus dem Nepali, bedeutet «Horizont» und bezeichnet zugleich einen Stadtteil der nepalesischen Hauptstadt. Er verweist auf die Herkunft der 32 grossen Lautsprecher, die als vielstimmige Klanginstallation integraler Bestandteil des künstlerischen Geschehens sind.
Der Makrograph ist ein überdimensionierter Plattenspieler im Massstab 2,77:1. Auf ihm können Tonträger mit einem Durchmesser von 33⅓ Zoll (82,9 cm) abgespielt werden – aus unterschiedlichsten Materialien und mit verschiedensten Oberflächenstrukturen.
Patrick Kessler (*1967) ist ein Schweizer Jazz- und Improvisationsmusiker (Kontrabass, Komposition), Klangkünstler und Kurator. Er lebt und arbeitet in Gais AR. Kessler war unter anderem Mitglied des Duša Orchestra um den Akkordeonisten Goran Kovacević sowie der Original Appenzeller Jazzkapelle.
2019 gründete er das Chuchchepati Orchestra, mit dem er in wechselnden Besetzungen arbeitet. Mit seinem Instrument bewegt er sich an der Schnittstelle von Musik und performativer Kunst und verbindet Installation, Komposition und Improvisation. Seine Werke erweitert er häufig durch elektronische Elemente, analoge Soundcollagen und visuelle Mittel.
Dieb13 (Dieter Kovačič, *1973) zählt zu den prägenden Persönlichkeiten des experimentellen Turntablism. Unter weiteren Alias wie Takeshi Fumimoto oder Echelon erforscht er seit den späten 1980er Jahren die klanglichen Möglichkeiten von Abspielgeräten und Tonträgern – von Kassetten und Schallplatten bis hin zu CDs und Harddiscs.
Er arbeitete im Duo mit Künstler:innen wie Billy Roisz, eRikm, Phil Minton, Martin Siewert und Burkhard Stangl sowie in Formationen wie the klingt.orgestra, Swedish Azz und der John Butcher Group. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn zudem mit Mats Gustafsson. Darüber hinaus entwickelte er mit kluppe einen eigenen Open-Source-Loopplayer.
Intervention Musikschule der Seegemeinden
20:30 Uhr – Pavillon Kurpark
Musiker:innen der Musikschule der Seegemeinden überraschen uns mit einer kurzen klanglichen Intervention.
Aya Metwalli
21:00 Uhr – Rohbau
Aya Metwalli (*1988) wuchs im Lärm und Smog Kairos auf – einer Stadt, die sie mit hupenden Autos, schreienden Strassenhändlern und verstimmten Lautsprechern musikalisch prägte und sie lehrte, Chaos in Klang zu verwandeln.
Ihre Musik, eine rohe Mischung aus Expressionismus, experimenteller Klage und Anti-Pop, ist ein schonungsloses Bekenntnis: verzerrt, intensiv und getragen von einer Stimme, die den Raum entblösst und nicht mehr loslässt.
Aya Metwalli gehört definitiv zu den Rising Stars und arbeitet zunehmend mit prägenden Figuren der Szene wie Phil Minton, Magda Mayas und natürlich auch Julian Sartorius zusammen. Aktuell ist sie zudem als Gastkuratorin bei der Jazzwerkstatt Bern tätig.
Intervention Musikschule der Seegemeinden
21:30 Uhr – Schule Vitznau
Musiker:innen der Musikschule der Seegemeinden überraschen uns mit einer kurzen klanglichen Intervention.
Julian Sartorius
22:00 Uhr – Vitznauerhof Saal
Julian Sartorius (*1981) zählt zu den herausragendsten und einflussreichsten Schweizer Schlagzeugern seiner Generation. Als Solokünstler vermag er es, sein Publikum über einen ganzen Abend hinweg mit seiner unverwechselbaren Klangsprache und rhythmischen Präzision in den Bann zu ziehen.
Sein künstlerisches Schaffen ist geprägt von zahlreichen Kooperationen mit renommierten Musik- und Kunstschaffenden wie Sophie Hunger, Bruno Spoerri, Fred Frith oder Valentina Magaletti – um nur einige zu nennen. Selbstverständlich hat er auch bereits mit allen Mitmusiker:innen am Rigythm zusammengearbeitet. Mit seinen Projekten ist er international präsent und begeistert ein breites Publikum.
Ein Konzert von Julian Sartorius – ob solo oder in neuen Formationen – ist ein aussergewöhnliches Erlebnis und für alle uneingeschränkt zu empfehlen.
Für sein Schaffen wurde er unter anderem mit dem Thuner Kulturförderpreis (2007) sowie dem «Coup de Coeur» des Kantons Bern (2009) ausgezeichnet; 2014 war er zudem für den Schweizer Musikpreis nominiert.
Get Together
22:30 Uhr – Restaurant Sens, Vitznauerhof
Zum krönenden Abschluss lassen wir den Abend im Restaurant Sens am Feuer des Cheminées ausklingen und stossen gemeinsam auf das erlebte Abenteuer an. In inspirierender Atmosphäre haben Sie die Gelegenheit, alle anwesenden Musiker:innen persönlich kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.